Februar 16

Schule und danach? Tipps zur Berufsorientierung

Manche Schülerinnen und Schüler haben bereits konkrete Vorstellungen, was sie beruflich machen wollen, andere noch nicht. In diesem Beitrag bericht eine Schülerin, wie sie sich auf ihren Beruf bereits jetzt vorbereitet:

Als Kinder hatten sicherlich alle von uns eine Antwort auf die Frage: ,,Was willst du mal werden, wenn du groß bist?“. Da nannten die Jungs Berufe wie Polizist oder Feuerwehrmann und die Mädchen klischeehaft solche Berufe wie Tierärztin, Prinzessin oder Topmodel. Doch heute ist die Beantwortung dieser einfach erscheinenden Frage für uns wahrscheinlich viel schwerer, denn schließlich müssen wir uns nun tatsächlich damit auseinandersetzen, wie unsere berufliche Zukunft denn aussehen soll. Und es gibt so viele Möglichkeiten: ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr als Auszeit nach der Schule, Ausbildung, Studium oder der direkte Berufseinstieg sind nur einige davon. Und eigentlich ist die Entscheidung über unsere berufliche Zukunft ein Thema, das uns bereits viel früher beschäftigen und über das wir uns in unserem eigenen Interesse deutlich mehr informieren sollten.


An unserer Schule ist es zum Beispiel so, dass alle Schüler und Schülerinnen in der 9. Klasse ein verpflichtendes Praktikum in einem Betrieb ihrer Wahl absolvieren müssen. Dies dient dazu, den Schülern und Schülerinnen einen ersten Einblick in die Berufswelt zu geben und der ein oder andere stellt dabei vielleicht sogar schon fest, welche Richtung ihm oder ihr tendenziell gefallen würde oder was man auf gar keinen Fall machen möchte. Außerdem kann man auch privat zusätzlich freiwillige Schülerpraktika in anderen Berufsfeldern machen, um sich einen weiteren Überblick zu verschaffen. Doch auch andere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung und der privaten Recherche sind sehr vielfältig. Das Angebot reicht von Gesprächen mit Freunden und Familie oder fachkundigen Berufsberatern über Messen und andere Infoveranstaltungen bis hin zu Büchern, die jungen Erwachsenen Rat geben und sie bei dieser wichtigen Entscheidung unterstützen sollen, oder sogenannten ,,Selbsterkundungsheften“, die Fragebögen zu verschiedenen Themenbereichen im Zusammenhang mit der Studien- und Berufswahl enthalten. Ein solches ,,Selbsterkundungsheft“ haben wir vor einiger Zeit auch im Rahmen unseres P-Seminars eigenverantwortlich bearbeitet. Das Ergebnis war für manche sicherlich sehr hilfreich und zeigte anschaulich mögliche berufliche Perspektiven auf, die für einen persönlich geeignet sein könnten. Für mich traf dies allerdings nicht zu, was aber nicht daran lag, dass das Heft seinen Zweck nicht erfüllt hätte, sondern dass ich mir über meinen beruflichen Werdegang bereits relativ im Klaren bin.

Dazu kam es, weil ich neben dem verpflichtenden Schülerpraktikum in der 9. Klasse noch weitere Praktika absolviert habe. Bei einem davon stieß ich auf der Website der entsprechenden Institution auf ein Angebot, das mich sehr stark angesprochen hat: Eine von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg angebotene Begabtenförderung, das sogenannte Frühstudium. Rückblickend kann ich sagen, dass meine Entscheidung für das Frühstudium wohl eine der besten meines Lebens war. Denn dadurch hatte ich die Möglichkeit, mich bereits wesentlich früher als die meisten anderen Jugendlichen in meinem Alter intensiv mit dem Thema Studien- und Berufswahl auseinanderzusetzen. Ich habe im Rahmen des Frühstudiums (für das ich mir im Übrigen den Studiengang Wirtschaftwissenschaften/BWL ausgesucht habe) zweimal die Woche an Vorlesungen und Übungen sowie am Ende jedes Semesters an den Abschlussklausuren teilgenommen. Die positiven Erfahrungen, die ich dabei gemacht habe, und die Tatsache, dass ich am Studieren sehr viel Spaß habe, haben mich darin bestärkt, dass ich mich für den für mich richtigen Studiengang entschieden habe sodass sich für mich persönlich immer mehr eine klare Vorstellung von meinem zukünftigen Werdegang herauskristallisiert hat. Deshalb wusste ich bereits vor der Bearbeitung des ,,Selbsterkundungsheftes“, wie mein Ergebnis lauten würde. Aber um mich für eine passende Studienrichtung für mein Frühstudium zu entscheiden, musste auch ich mich erst einmal umfassend informieren. Dazu habe ich mir zuerst überlegt, welche Schulfächer mir besonders viel Spaß machen und was ich mir später mal als Beruf vorstellen könnte. Als mir das klar war, habe ich darüberhinaus viele verschiedene Studienratgeber gelesen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Dabei hat mir besonders das Buch ,,Was soll ich studieren?“ von Patrick Ruthven-Murray weitergeholfen, denn es geht schrittweise alle wichtigen Fragen rund um dieses Thema durch und hilft, die vielen Informationen sinnvoll zu filtern (deshalb würde ich es auch jedem empfehlen, der sich noch unsicher ist und nicht weiß, wo er oder sie mit der Entscheidungsfindung beginnen soll).

Nach alledem stehe ich nun heute da, wo ich bin, und weiß auch, wo ich hin will. ☺️

Autorin: Paulina Plinke


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Veröffentlicht16. Februar 2018 von admin in Kategorie "Allgemein

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